Das Berolina Ensemble, 2009 von dem Violinisten David Gorol gegründet, vereint junge Künstler, die bereits auf beeindruckende Karrieren zurückblicken können, zu einer beachtenswerten Kammermusikvereinigung im Herzen Berlins, deren Vielseitigkeit ihresgleichen sucht. Technisch auf höchstem Niveau begeisterte das Berolina Ensemble mit innovativen Konzertprogrammen unter anderem schon bei den Lunch-Konzerten der Berliner Philharmonie, dem Crescendo Musikfestival, dem Louis-Braille-Festival oder dem Thüringer Orgelsommer.

Wenn auch die selten aufgeführten großen Besetzungen der berühmten Komponisten wie den Oktetten von Schubert oder Mendelssohn schon genug Möglichkeiten für interessante Programme bieten würden, gibt das Ensemble auch vergessenen Werken wieder eine Chance. Sicherlich besteht über die Genialität eines Brahms kein Zweifel. Dennoch verdanken auch die "großen" Komponisten teilweise Zufällen, glücklichen Umständen oder Förderern, die ihre Begabungen erkannten, ihr musikalisches Überleben.

Gleichbedeutenden Zeitgenossen blieb aufgrund unterschiedlichster Gegebenheiten der Ruhm verwehrt. Ob dem Entwickler des Klarinettensystems, einem Mendelssohn-Schüler, dem langjährigen Freund von Brahms oder dem meistgespielten Komponisten im gesamten deutschsprachigen Kulturraum in der Kaiserzeit: Sie sind alle für Überraschungen gut und verdienen, wiederaufgeführt zu werden. Kompositionen, die von 1800 bis zu den Weltkriegen nicht nur erfreut und unterhalten haben, sondern ebenso wie ihre berühmten "Geschwister" das Zeitalter geprägt, die Stile gelehrt und die Kunst des Komponierens weiterentwickelt haben - denen verschafft das Berolina Ensemble gleichermaßen Gehör.

Die erste, bereits 2010 aufgenommene CD des jungen Ensembles mit den Klarinettenquartetten von Iwan Müller erscheint bei dem CD-Label NAXOS. Seit 2012 spielt das Berolina Ensemble exklusiv für MDG (Musikproduktion Dabringhaus und Grimm) ein.