Curriculum Vitae

Durch Einfühlungsvermögen und einen endlosen Gestaltungswillen verwandelt Mathias Johansen jedes Konzert in ein individuelles Erlebnis. Mit seiner stilistischen und musikalischen Sicherheit baut der junge Cellist ein stabiles Gerüst, das ihm Raum für sein reges Seelenleben und emotionale Feinheiten gibt. Besonders hervorzuheben sind seine erstaunliche Musikalität und Authentizität, die den junge Cellist zum wesentlichen Kern in jedem Werk durchdringen lassen.
Es ist auch seine Authentizität, die dazu führte, dass Mathias Johansen in diesem Jahr zu einem der jüngsten Cello Professoren an das Vorarlberger Landeskonservatorium Feldkirch (Österreich) berufen wurde, wo er ab dem Wintersemester 2016 unterrichten wird. Zu seinen dortigen Kollegen gehören Turku Rudens, Gerhard Vielhaber und Franceso Negrini.

Vor Antritt der Professur wird er bereits im Sommer 2016 sowohl in Nagoya (Japan) als auch in Stuttgart Meisterkurse geben, unter anderem mit der international geschätzten und neuen Konzertmeisterin des DSO Berlin Byol Kang.
Mathias Johansen ist ein gefragter Kammermusiker und Solist, er spielt regelmäßig die großen Cellokonzerte aller Epochen.

Er konzertierte als Solist u. a. in der Berliner Philharmonie und der Laeiszhalle und arbeitet mit herausragenden Orchestern wie dem Litauischen „State Symphony Orchestra“ unter Gintaras Rikevicius sowie mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Ariane Matiakh zusammen.
Neben seiner solistischen Tätigkeit ist Mathias Johansen ein leidenschaftlicher und vielseitiger Kammermusiker, der von zahlreichen Festivals eingeladen wird, darunter das PODIUM Festival Esslingen, PODIUM Festival Island, Kammermusikfestival Monteleon, Zeitkunstfestival, Steirisches Kammermusikfestival, Kammermusikfestival in León (Spanien), und das Komponistenforum in St. Petersburg. Er ist ein regelmäßiger Gast bei der österreichischen Kammermusikreihe Musik in der Pforte.

Zu seinen Kammermusikpartnern gehören unter anderem Antje Weithaas, David Geringas, Klaus Christa, Rubens Turku, Andreas Hering, Benjamin Kim, Byol Kang, Tobias Feldmann, Jonian-Ilias Kadesha und Andreas Hering. Zuletzt war Mathias Johansen im Rahmen von Tourneen in Japan, Norwegen, Spanien, Belgien und Österreich zu hören. Als Mitglied des Berolina Ensembles nimmt er vergessene Meisterwerke der Romantik für Septett und Oktett bei MDG als CD-Reihe auf. Die jüngste CD aus dieser Reihe mit Werken von Hugo Kaun wurde jüngst mit dem ECHO Klassik 2016 ausgezeichnet (Kammermusikeinspielung 19. Jh. | gem. Ensemble).

Mit seinem neu gegründeten Ensemble neoTon hat er sich zusammen mit dem Klavierpartner Mathias Halvorsen der Erweiterung des Repertoires für Cello und Klavier um prägnante Werke verschrieben. Das Duo neoTon arbeitet zusammen mit den aussagekräftigsten, jungen Filmkünstlern und Komponisten wie Arash Safaian und wird im Herbst 2016 sein Debüt geben.

Mathias Johansen ist in Norwegen aufgewachsen und kam im Alter von acht Jahren nach Deutschland. Nach seiner Ausbildung bei Ekkehard Hessenbruch begann er 2005 das Studium bei Wen-Sinn Yang, wechselte 2008 zu Troels Svane und schloss das Master-Studium bei Frans Helmerson an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin ab. 2016 bestand er das Konzertexamen bei Conradin Brotbek an der Musikhochschule Stuttgart mit Auszeichnung.
Außergewöhnliche Erfahrungen sammelte er zuletzt auf dem renommierten Meisterkurs Prussia Cove in Cornwall (UK). Weitere Meisterkurse bei David Geringas, Wolfgang Boettcher, Jens Peter Maintz, Daniel Müller-Schott, Gustav Rivinius, Wolfgang Emanuel Schmidt und Natalia Gutman ergänzen seinen künstlerischen Werdegang, ebenso die starken Impulse für den Umgang mit alter Musik von Hans-Jürgen Schnoor.